Externe Strahlentherapie

Bei der externen Strahlentherapie wird der therapeutische Strahl im Gegensatz zur Brachytherapie von außen in den Patienten eingestrahlt. Die dabei verwendete Strahlung wird künstlich von einem Linearbeschleuniger erzeugt. Unsere Patienten profitieren von dem hochmodernen Halcyon™ System, einem vielfältig anwendbaren Linearbeschleuniger mit besonders hoher, therapeutischer Leistungsfähigkeit. Er ist erheblich schneller und leiser als andere Therapiegeräte und bedeutet durch seine bedienungsfreundlichen Ausstattungsdetails einen besonderen Komfort mit höchster Sicherheit.

Halcyon™ – Die Revolution für die Krebsbehandlung

Das Halcyon™ System erleichtert nahezu jeden Aspekt der bildgeführten, intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) und der hochkonformalen volumetrischen intensitätsmodulierten Rotationstherapie (VMAT / RapidArc®) für die Behandlung der verschiedensten Tumore. Im Fokus stehen Patientenkomfort und Sicherheit. Der Patient kann sich via Touch Screen am Gerät selber identifizieren. Die sehr tiefe Tischposition für den Aufstieg des Patienten und die große Bohrung mit 100 cm Durchmesser ermöglichen ein neues Patientenerlebnis. Die Halcyon™ Wasserkühlung sorgt für flüsterleisen Betrieb bei normaler Raumtemperatur. Eine unangenehme Geräuschkulisse und kalte Atmosphäre gehören somit der Vergangenheit an. Die mechanischen Antriebe sind geräuscharm und sorgen für einen angenehmen Patiententransport vor und während der Behandlung. Über ein eingebautes Mikrophon ist jederzeit die Kommunikation mit dem Patienten möglich, Lautsprecher sorgen für Rauschunterdrückung und die Patientenüberwachung erfolgt über eine integrierte Kamera.

Schnelligkeit ohne Kompromisse

Mit dem neuen Gerät dauert die Bestrahlungnur nur wenige Minuten. Das ist sehr angenehm für die Patienten und verringert Ungenauigkeiten durch Bewegungen, die bei längerer Dauer intuitiv geschehen. Auch Bewegungen des Tumors zum Beispiel durch die Atmung werden minimiert. Zudem rechnet das System die Strahlendosis der Röntgenaufnahme automatisch in die Gesamt-Strahlendosis mit ein. Die durch den Halcyon™ erzeugte Strahlung ist in der Lage, schnell wachsendes Tumor-Gewebe, zu zerstören, ist zielgerichtet, schonend und erzeugt möglichst wenig Nebenwirkungen bei dem Patienten.

Konformale 3-D-Bestrahlung

Die 3-D-konformale Bestrahlung eines Tumors war jahrelang die eingesetzte Standardtherapie in Deutschland. Hierbei wird anhand eines 3-D-Modells im Computer mit einer speziellen Software ein Bestrahlungsplan errechnet, bei dem die einzelnen Bestrahlungsfelder der Anatomie des Patienten individuell mit einem sog. Multi Leaf Collimator (MLC) angepasst, bzw. kollimiert werden. Ein solcher MLC besteht aus 120 einzelnen Bleilamellen, die den Strahl individuell formen und der Lage des Tumors millimetergenau anpassen können (konformieren). Hierdurch können die Nebenwirkungen deutlich reduziert werden.

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT)

Die IMRT ist eine Weiterentwicklung der 3-D-konformalen Radiotherapie. Bei dieser innovativen Technik können die Bleilamellen (MLC) auch während der Bestrahlung in den Strahlengang Ein- und Ausfahren und somit die Intensität der Strahlendosis innerhalb des Bestrahlungsfeldes modulieren. Diese Technik hat besonders bei der Bestrahlung von Prostatakrebs große Vorteile, da besonders strahlenempfindliche Organe, wie der Darm und die Harnblase noch mehr geschont werden können.

Bildgestützte Strahlentherapie (IGRT)

Eine weitere neue innovative Technik moderner Strahlentherapie ist die „Image Guided Radiotherapy“ (IGRT), mit der während der laufenden Bestrahlung eine 3-D-Bildgebung (Cone Beam CT) erzeugt werden kann und somit die Genauigkeit der Bestrahlungsfelder noch genauer überprüft werden kann. Somit kann eine extreme Präzision bei der Bestrahlung erreicht werden, die zu einer deutlich geringeren Nebenwirkungsrate aber gleichzeitig auch zu einer verbesserten Wirkung führt. Insbesondere bei der Bestrahlung von Prostatakarzinomen bietet dieses Verfahren große Vorteile. Vor Beginn der Bestrahlung werden 3 Goldmarker Seeds in implantiert, die von dem Cone Beam CT erfasst werden und eine noch so kleine Abweichung kann sofort korrigiert werden.

Atemgesteuerte Bestrahlung (4-D-Bestrahlung)

Bei der Bestrahlung von Organen oder Tumoren, die sich während der Atmung bewegen können, ist es mit dieser Technik möglich, die Zielregion nur dann zu erfassen, wenn sie in einer bestimmten Atemposition ist. Dieses „Atem Gating“ kommt besonders bei der Bestrahlung von Brustkrebs zur Schonung der Lunge zum Einsatz und bei der Behandlung von Lungen-Tumoren, die sich während der Strahlentherapie bewegen.