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Brustkrebs – DREI FRAGEN AN DEN EXPERTEN DR. MED GREGOR SPIRA *

Erst Brustkrebs, dann Herzinfarkt – die Angst vor einer Strahlentherapie, die auch das Herz schädigt, belastet Patientinnen. Wie helfen Sie?

Wir arbeiten mit der atemgesteuerten 4-D-Bestrahlung. Dabei wird beim sogenannten »Atem-Gatering« exakt dann bestrahlt, wenn der Abstand zum Herzen am größten ist. Das schützt das Herz und senkt das Risiko eines späteren Infarktes. Auch weil Brustkrebs-Patientinnen immer jünger werden, ist diese Therapie herkömmlicher Bestrahlung unbedingt überlegen.

Chemotherapie, Operation, Bestrahlung. Wie wichtig ist der Baustein Bestrahlung für die Heilung?

Entscheidend. Viele Frauen sind nach den vorangegangenen Behandlungen so erschöpft, dass sie die Bestrahlung nicht mehr oder nicht im notwendigen Ausmaß angehen. Dabei mindert die moderne Strahlentherapie das Risiko an einem lokalen Rezidiv wieder zu erkranken um 40 Prozent. Genau dies hilft in vielen Fällen, die Brust dauerhaft zu erhalten – gerade für junge Patientinnen enorm wichtig.

Beste Technik für beste Ergebnisse, lautet Ihr Credo. Und Ihre Erfahrung?

Spielt natürlich auch eine große Rolle. Brustkrebs wird bei Frauen immer früher diagnostiziert, das Durchschnittsalter liegt momentan bei Ende 40. Da sind technische Fortschritte, die die Lebensqualität positiv beeinflussen, etwa durch den Erhalt der Brust, gar nicht hoch genug einzuschätzen. Patientinnen müssen sich aber auch menschlich gut behandelt fühlen. Aus 25 Jahren Erfahrung weiß ich, wie hilfreich Vertrauen und Hoffnung für die Heilung sind. Daran arbeiten wir jeden Tag.

* Auszug aus einem Gespräch mit Dr.med. Gregor Spira zum aktuellen Stand moderner Strahlentherapie bei Brustkrebs.

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Posted: 24. August 2015

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